Felix Spensberger erzählt seine Rennerlebnisse
Es lief eigentlich alles nach Plan, ich hatte weder Defekt noch einen Sturz, die Form hat gestimmt und auch das Wetter spielte mit. Auf dem 11,8 km langen Rundkurs (10xmal zu fahren), der eigentlich so gut wie flach war mit einem kleinen Hügel von etwa 1,5km wurden ständig Attacken gefahren und das Rennen mehr als anspruchsvoll gestaltet. An diesem Hügel bildeten sich ständig kleinen Gruppen, natürlich war ich dort immer ganz vorne vertreten und setzte viele Attacken, da am Berg ja nun mal meine Spezialität liegt. Leider konnte ich meine Bergstärke an diesem Hügel nicht ausspielen, da dieser einfach zu kurz und zu flach war und auf der anschließenden Abfahrt wieder alles zusammenrollte. Nachdem sich irgendwann ca. 5 Fahrer auf der Ebene abgesetzt hatten, versuchte ich in der vorletzten Runde mein Glück wieder an diesem kleinen Hügel und setzte mich vom Feld ab. Ich hoffte darauf, dass einige Favoriten, die im Feld waren, zu mir aufschließen würden und wir zur inzwischen nur noch 75s vorausliegenden Spitzengruppe aufschließen könnten, vergebens. Ich kam am Ende des Hügels mit knapp 25s Vorsprung vor dem Feld an und 50s zur Spitzengruppe. Auf der Abfahrt schlossen dann zwei Fahrer mit Mario Vogt (Sieger BL Merrane) auf mich auf, jedoch wurden wir wieder gestellt. Diese Gruppe kam durch und ich kam in der großen Verfolgergruppe bzw. in dem stark verkleinerten Hauptfeld auf die Zielgerade. Ich hatte eine schlechte Position und konnte somit im Sprint um die nächsten Plätze nicht mitsprechen. Schade !
Es wäre nicht nur hier sicherlich von Vorteil gewesen, sondern auch für den gesamten Rennverlauf, eine starke Mannschaft zu haben, wie die meisten Landesverbände. Zur Veranstaltung an sich gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer dass für eine Deutsche Meisterschaft mit dem Rennrad sehr sehr wenig los und die Zuschauer, die nicht gerade Betreuer oder Teamangehörige waren, eindeutig fehlten. Es schade, dass der Radsport in der Allgemeinheit so wenig Stellenwert hat ! Über den Renntag bin ich keinesfalls unglücklich oder enttäuscht. Es ist zwar kein Topergebnis herausgesprungen wie sonst, aber die Form hat gepasst und ich konnte für eine Strecke, auf der ich mein Können kaum ausspielen konnte, zudem als Einzelstarter sehr gut mitmischen und bis auf den Schlusssprint ganz vorne vertreten sein.
Jetzt heißt es Regeneration bis zum nächsten Wettkampf voraussichtlich am Mittwoch.




