Die Starts des Team corratec-Quest

UCI Radweltpokal und UCI Master WM

21.-24.08.2010 Straßenrennen zum 42. Radweltpokal

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Drei Starts, zwei Silbermedaillen und ein starkes Rennen. Kuno Messmann war Samstag gleich beim ersten Rennen dran, dem Rennen der Klasse L (65-69 Jahre). Dem Start stellte sich ein Rekordteilnehmerfeld: 164 Starter aus über 20 Nationen mit vielen ehemaligen Weltmeistern und Radlegenden. Das Team corratec-Quest war mit Kuno im Feld immer vorne dabei – insbesondere bei den für Ausreißer wichtigen Attacken an den 3 Anstiegen (bis zu 11 %), Schwendt und Loferberg. Auf den letzten flachen 20 km zum Ziel formierten sich einmal mehr die Sprinterteams, die es immer wieder verstehen, alle Ausreisversuche an den Anstiegen konsequent entgegen zu arbeiten. Das Rennen endete mit einem Schnitt über 40 km/h und einem Massensprint mit rund 50 Fahrer. Kuno war mitten drin, und wie so oft wurden die Positionenkämofe immer hektischer, je näher das Ziel kam. 1,5 km vor dem Ziel kamen Fahrer Feld vor Kuno zu Fall. Ausweichen und selbst nicht stürzen. Ein schnelles und beherztes Springen über einen Arme und weiter – nicht gestützt, Glück gehabt. Aber jetzt gab das Rad komische Geräusche von sich und bei den Antritte schlingerte es komisch. Der Sprint war für Kuno nur mehr ein unsicheres Mitfahren. Im Ziel war klar, die Lightweicht Hinterradfelge war 2x durchgebrochen! Trotztdem war Kuno mit seiner Form und seinem Rennen letztlich rundum zufrieden, auch wenn das Finale so war wie es war. Und es ist nur Material bei 60 km/h zu Bruch gegangen – ist doch auch Glück.

Am Sonntag war erstmals ein Rennen für Junioren im Programm des Radweltpokals, 3 Runden und 112 km waren zur Premiere angesetzt. Felix Spensberger war als „Einzelkämpfer“ der Starter des Team corratec-Quest . Felix startete bestens vorbereitet, voll motiviert und konsequent ins Rennen und war von Beginn an immer vorne im Feld, ohne sichtbar an seine Leistungsgrenzen gehen zu müssen. In der 2 Runde machet Felix an der Huberhöhe mit einer geschickten und entschlossen gesetzten Attacke „ernst“. Ab jetzt war Felix – wohl oder übel - in einem Einzelzeitfahren unterwegs, unter anderen gegen viel Wind. Auf der 3. Runde war der Vorsprung von Felix an der Huberhöhe fast schon 3 Minuten. Felix fuhr wie entfesselt und wirkte gewohnt kampfstark . Das Feld hat sich aber dann sehr gut organisiert und Felix auf den letzten Kilometern gerade so noch gestellt. Der alles entscheidende Sprint war nun für Felix mit dem Rennverlauf allemal keine einfache Angelegenheit mehr. Richtig cool, clever und sprintstark ging Felix zu Werke und wurde nur auf den letzten Metern von Cecconi Matteo aus Rom knapp abgesprintet. Selbst der italienische Sieger aus Rom hat im Ziel nur noch gesagt:„complementi Felix – bravissimo!“ Felix und seine italienischen Gegner wurden spontan „Radsportfreunde“. Das fast Einzelzeitfahren von Felix über 112 km ging mit einem Schnitt von 38,72 km/h über die Bühne.

Am Montag war dann Jany Messmann als aktuelle Master Europameisterin dran, im Rennen der Frauen über 50 und 60, das gemeinsam ausgetragen wurde. Das Rennen ging mit einem Ladyschnitt von über 35 km/h zu Ende. Dazwischen waren der harte Kampf hinauf zur Huberhöhe, ein Teamzeitfahren zweier Gruppen bis zum Zusammenschluss, gefolgt von weitere Angriffe an den Anstiegen von Schwendt und Loferberg. Jany erkämpfte - mit Herzfrequenzen bis 188 bpm - hinter der 16maligen Master-Weltmeisterin Charles Michel aus Frankreich bei Großereignissen eine weitere Silbermedaille.

25.08.2010 UCI WM Zeitfahren

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Messmann dran, am frühen Nachmittag ging Christian Franz über die Startrampe, bis kurz vor 16 Uhr der amtierende Master Europameister im Zeitfahren und Joker des Team corratec-Quest, Andreas Ortner seine corratec C-Time über die Strecke trieb. In der Nähe von Start und Ziel hatte das Team sein Lager aufgeschlagen, zur Vorbereitung und zum Einfahren auf der Rolle. Das viel besuchte corratec-Quest Lager, wo u.a. die heißen 2011 Modelle der corratec Straßenrenner CCT Pro und Zeitfahrmaschinen C-Time zu bewundern waren. Kuno wusste um seine gute Form, hatte nach dem Einfahren ein gutes Gefühl und wollte es wissen. Alles ging gut und bis zur Wende war eine vielleicht persönliche Bestzeit auf dieser Strecke (bisher 28:14 Minuten) drin. Bei der schnellen Abfahrt nach Loferberg fühlte sich die Zeitfahrmaschine komisch instabil an. Was war los? Der Wind, ein Defekt, ein Fahrfehler? Bald war klar, vorne ging wohl dem Reifen die Luft aus. Die letzten 5 km rumpelte es dann schon richtig, dabei steig die Herzfrequenz deutlich über 170 bpm, der Speed aber sank auf 35-37 km/h, wo sonst 42-45 km/h gut möglich gewesen wären. Aufhören oder sinnlos weiter quälen? Weiterquälen war angesagt, auch wenn es so kein nur halbwegs vernünftiges Ergebnis drin war (fast 3 Minuten langsamer im Vergleich zu bislang persönlichen schlechtesten Zeit. Das Positive war, dass Jany so Kuno erstmals „schlagen“ durfte und erneut in einem beherzten wie perfekten Rennen Vizeweltmeisterin werden konnte. Das gemeinsame Training hat sich familienintern „gerechnet“ und Jany hat ihr Rennen mit einen Durchschnittpuls von über 170 bis auf den letzten Meter durchgezogen. Am frühen Nachmittag war Christian Franz auf der Startrampe. Christian zog sich mit dem teameignen corratec C-Time bei seinem ersten WM Rennen in einer starken und großen Klasse ein spannend anstrengendes wie engagiertes Zeitfahren rein. Sicher eine ganz besonderes Erlebnis, wo Christian viel neuen „Radsport“ erleben durfte. Kurz vor 16 Uhr war dann Andreas dran. Nach gewohnt intensivem und langen Einfahren gab es noch ein paar lästige technische Kleinigkeiten – auch bei der UCI Abnahme vor dem Start - zu stemmen, die man im Team gut lösen konnte. Auf der Startrampe war fast alles klar, eine kleinen Unsicherheit bei Start von der Rampe pendelte Andi professionell aus und startet auf die ersten 2 km - mit Gegenwind – wie geplant mit über 50 km/h ins Rennen. Diesen enormen Schwung konnte Andi über die ersten Welle mitnehmen. Bestens ins Rennen gekommen, ließ Andreas einfach nicht mehr nach und blieb im Kampf um jede Sekunde konsequent am Limit, bis zum letzten Meter. Der verdiente Lohn, Platz 1 in der Klasse M1, Gold und Masterweltmeister 2010 – eine Dopingkontrolle inklusive. Vier Starts, Weltmeister und Vizeweltmeisterin, so die unglaubliche Bilanz des Team corratec-Quest bei der UCI Master WM im Einzelzeitfahren.

26.-28.08.2019 UCI WM Straßenrennen

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Bei den Straßenrennen war nur Jany und Kuno Messmann gemeldet, das Rennen von Kuno war bei bestem Wetter am Donnerstag, Jany startete am Freitag, wo nach einem Wetterumbruch voller Regen, frische Temperaturen und heftige Windböen den Start nicht einfacher machten. Kuno’s Einfahrtraining mit Ersatzfelgen von Zipp sinaliserte gute lockere Beine. Mit einer Gruppe für Kuno in Begleitung von Jany zum Start. Ein Knall, ein Reifenplatzer! Kaum nachvollziehbar: Defekt Nummer 3 im 3. Rennen, aber diesmal vor dem Start. Das Rennen startete ohne Kuno. Gute Form und kein gutes Rennen, auch dies ist Sport. Das Straßenrennen von Jany war einerseits von Schlechtwetter geprägt, anderseits wurde kein bisschen zurückhaltender gefahren, sonst wäre kein Schnitt von über 34 km/h möglich geworden. Die 16maligen Master-Weltmeisterin Charles Michel verschaffte sich an der Huberhöhe einen knappen Vorsprung, den sie bis ins Ziel hartnäckig und gekonnt verteidigte. Dahinter fuhr Jany in einer Vierergruppe, in der 2 Fahrereinnen keinen Meter führten. An den Anstiegen Schwendt und Loferberg war die Gruppe an der Führenden dran, aber hier leistete Jany die meiste Führungsarbeit. Auf den nun folgende flachen 20 km ins Ziel fuhr Jany so, dass sie sich fast alleinigen Führungsarbeit nicht leer fahren musste. Klar, so war die Fürhende nicht mehr zu stellen. Jany konzentrierte sich auf den Sprint einer 6er Gruppe. Das Zielfoto ergab nach beherzten Antritt im tiefen Lenker für Jany Platz 3 und Bronzemedaille. Der 5. Podiumsplatz bei 9 Starts war für das Team corratec-Quest gesichert, eine fast unglaubliche Bilanz des Team corratec-Quest.

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